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SADC und Bundesregierung unterstützen das weltweit größte Schutzgebiet, das grenzüberschreitende Schutzgebiet Kavango Zambezi (KAZA)

Die Finanzierungsvereinbarung wurde am 23.Mai 2018 unterzeichnet

Die Finanzierungsvereinbarung wurde am 23.Mai 2018 unterzeichnet, © Deutsche Botschaft

28.05.2018 - Artikel

Die deutsche Entwicklungsbank KfW, vertreten durch den deutschen Botschafter in Botswana und Sonderbeauftragten für SADC, Ralf Breth, und die Regierung Botswanas, vertreten durch den Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Tourismus, Thato Yaone Raphaka, haben heute eine Finanzierungsvereinbarung in Höhe von 15,5 Millionen Euro für Phase III des KAZA-Programms unterzeichnet.

Mit dem neuen Engagement wird die Entwicklungszusammenarbeit zwischen der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) im Bereich des grenzüberschreitenden Schutzes und der Nutzung natürlicher Ressourcen erweitert. Seit dem Jahr 2000  hat die deutsche Entwicklungszusammenarbeit 10 Programme der technischen und finanziellen Zusammenarbeit mit einem Gesamtvolumen von rund 125 Millionen Euro unterstützt. Im Hinblick auf das KAZA-Programm handelt es sich um eine Verlängerung der Förderung um weitere 5 Jahre bis Ende 2022 für ein Vorhaben, das bereits 2006 begonnen hat.

Anwesende offizielle Delegierte während der Unterzeichnungszeremonie
Anwesende offizielle Delegierte während der Unterzeichnungszeremonie© Deutsche Botschaft

Das grenzüberschreitende Schutzgebiet Kavango Zambezi (KAZA) ist das größte Schutzgebiet der Welt und umfasst fünf afrikanische Länder - Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe - sowie eine Fläche von 520.000 km² (26 mal so groß wie der Krüger Nationalpark). KAZA umfasst eine Vielzahl von Schutzgebieten wie Nationalparks, Natur- und Waldreservate, Wild- und Naturschutzgebiete, Gemeinschaftsschutzgebiete, große Flussläufe und Süßwasserressourcen sowie einige der spektakulärsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt: das Okavango-Delta, die Victoriafälle, die Tsodilo-Hügel und mehr. Aufgrund dieser einzigartigen Attraktionen zieht das KAZA-Gebiet Touristen aus der ganzen Welt an und ernährt eine wachsende Tourismusindustrie und Unternehmen, die den Gemeinden, dem Privatsektor und den Regierungen Arbeitsplätze, Einkommen sowie Devisen und Einnahmen bieten. Der Aufbau einer Naturschutzwirtschaft bringt aber nicht nur Chancen und Nutzen, sondern auch Herausforderungen, Kosten und Konflikte mit sich, wie die wachsende Wildereikrise, die Erschöpfung der Wald- und Fischereiressourcen, Menschenleben und Landnutzungskonflikte zeigen.

Die dritte Phase des FZ-Beitrags zielt zum einen auf die Weiterentwicklung des KAZA Schutzgebiets durch die Konsolidierung adäquater regionaler, nationaler und lokaler Organisationsstrukturen. Zum anderen sollen in drei ausgewiesenen Wildkorridoren (Wildlife Dispersal Areas, WDA) über ein integriertes Management die Schutzwirkung der Parks, die Attraktivität für Tourismus und die sozioökonomischen Bedingungen der Anrainerbevölkerung verbessert werden

Weitere Informationen finden Sie auf der KAZA-Website

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